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Special Guest Želimir Žilnik
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Nach Christian Schocher (DIAGONALE ’98), Roland Klick (DIAGONALE ’99), Volker Koepp (DIAGONALE 2000), Michael Klier (DIAGONALE 2001) und Heddy Honigmann (DIAGONALE 2002) ist in diesem Jahr die Hommage dem serbischen Filmemacher elimir ilnik und seinem vielfältigen Werk gewidmet, das die DIAGONALE erstmals in Österreich umfassend ins Kino bringt. Es freut uns sehr, dass elimir ilnik in Graz auch persönlich anwesend sein wird.
Želimir Žilnik wurde 1942 in Niš geboren. Ende der 60er Jahre drehte er seine ersten Filme, verließ aber bald Jugoslawien - er erhielt Arbeitsverbot -, um in die BRD zu emigrieren und dort weiter zu arbeiten. Doch auch dort stieß er mit seinen kritischen und politisch engagierten Arbeiten auf Abwehr und wurde des Landes verwiesen. Zurück in Jugoslawien blieb er weiter Themen wie Emigration, Exil oder Fremdsein verhaftet, die zentrale Sujets in seinen Arbeiten waren, stets einer politischen Realität verpflichtet.
Vom Mitbegründer der „schwarzen Welle“ und „Rebellen“ des jugoslawischen Films werden ebenso seine frühen, visuell expressiven Kurzfilme der sechziger und siebziger Jahre (wie „Crni film“/„Schwarzer Film“, 1970) wie sein radikales Spielfilmdebüt „Rani radovi“/„Frühe Werke“ (der Gewinner der Berlinale 1969) und seine eigensinnigen Low-Budget-Dokudramen der achtziger und neunziger Jahre („Tito po drugi put medju Srbima“/„Tito zum zweiten Mal unter den Serben“, 1994; „Trdnjava Evropa“/„Festung Europa“, 2001) zu sehen sein.
Nach den Vorführungen seiner Filme wird elimir ilnik im Kino für Publikumsgespräche zur Verfügung stehen.
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Festivals im Dialog
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finále plzen – Festival of Czech Films
Das erste “FINALE – Festival des tschechischen und slowakischen Films in Pilsen“ fand 1968 statt. Bereits zwei Jahre später, 1970, verlor Pilsen sein Festival, das nach den politischen Veränderungen Ende 1989 mit großem Erfolg wieder installiert wurde. In vier ausverkauften Kinosälen präsentiert Pilsen alljährlich die Bandbreite der aktuellen tschechischen Filmproduktion und zahlreiche Sonderprogramme.
Heuer ist das Pilsener Filmfestival mit zwei herausragenden Filmen in Graz zu Gast: „Battle for Life“ von Roman Vávra, Miroslav Janek und Vit Janecek, ein unkonventioneller Dokumentarfilm über das Dorf Bystré, und „Otesánek“, ein Meisterwerk des legendären Prager Surrealisten Jan Švankmajer.
Ivan Jachim, der Festivalleiter und die Regisseure des Dokumentarfilms werden in Graz anwesend sein.
Portoro – Festival of Slovenian Film
Gegründet wurde das Festival 1973 in Celje als „Nationale Filmwoche“. Nach dem Zerfall Jugoslawiens und der Gründung des unabhängigen Staates Slowenien 1991 übersiedelte die Filmschau nach Portoro. 2002 feierte das Festival des slowenischen Films nicht nur sein fünftes Jubiläum, sondern fand auch zum letzten Mal in Portoro statt. 2003 wird es nach Celje zurückkehren.
Zwei slowenische Produktionen, „Cesta Bratstva in Enotnosti“ („Die Straße der Brüderlichkeit und Einigkeit“) von Maja Weiss, eine Hommage an das ehemalige Jugoslawien und der Spielfilm „Ljubljana“ von Igor Šterk, ein Poträt einer orientierungslosen Generation, bieten spannende Einblicke in die junge slowenische Filmlandschaft.
Vertreter des Festivals sowie Maja Weiss und Igor Šterk werden in Graz anwesend sein.
Slovenska Kinoteka präsentiert: kino-integral
kino-integral heißt ein monatliches Programm der Slovenska Kinoteka in Ljubljana, das ins Leben gerufen wurde, um dem Werk jener Regisseur/innen einen Raum zu geben, für die Filmemachen nicht nur Geschichtenerzählen oder Produktherstellung ist. Das an der DIAGONALE gezeigte Programm präsentiert Arbeiten der slowenischen Avantgarde von 1967 bis 1998 und bietet die Gelegenheit, sich von der Lebendigkeit des slowenischen experimentellen Films zu überzeugen, der immer schon mit der internationalen Filmavantgarde in Verbindung stand.
„kino-integral“ wird in Anwesenheit von Vertretern der Slovenska Kinoteka und den Regisseuren Andrej Zdravic und Vlado Škafar präsentiert.
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Film/Geschichte
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DIAGONALE SPECIAL Carl Mayer, Scenar[t]ist
Im Rahmen von Graz 2003 Kulturhauptstadt Europas
und in Zusammenarbeit mit SYNEMA
Das Special präsentiert das Werk des in Graz geborenen, legendären Drehbuchautors Carl Mayer nicht nur in einer Retrospektive der von ihm geschriebenen Stummfilm-Klassiker („Das Cabinet des Dr. Caligari“, „Der letzte Mann“ oder „Sunrise“), sondern folgt auch den biografischen Spuren seines maßgeblich durch das Exil geprägten Lebens: Eine umfassende Publikation wird eine Passage durch Leben und Werk Carl Mayers unternehmen und mit Fotos, Dokumenten und Texten seine Karriere nachzeichnen, ein Stadtspaziergang bietet Flaneuren mit an markanten Orten der Grazer Innenstadt platzierten Videoscreens die Möglichkeit, das Mayer’sche Universum in Bildern und Tönen kennenzulernen. Eine Reise in die Geschichte und das Kino, zurück ins Graz von heute. Lesungen und eine Matinee mit Workshop ergänzen das Programm.
Nähere Informationen zum DIAGONALE SPECIAL „Carl Mayer, Scenar[t]ist“ finden sie unter www.diagonale.at/specials
10. Carl Mayer Drehbuchwettbewerb der Landeshauptstadt Graz
Der 1989 von Bernhard Frankfurter und dem damaligen Kulturstadtrat Helmut Strobl initiierte und vom Kulturreferat der Stadt Graz ausgelobte Carl Mayer Drehbuchpreis wird heuer zum zehnten Mal vergeben. Der höchstdotierte österreichische Drehbuchpreis wird für die Kategorien Kino – bzw. Kino-Dokumentarfilm ausgeschrieben und mit € 21.810,- prämiert. Der ORF stiftet heuer zum vierten Mal einen Preis in der Kategorie Fernsehfilm in der Höhe von € 4.000,-.
Motto der diesjährigen Ausschreibung war „Feigheit“. Die Jury bestehend aus sechs europäischen Medienfachleuten, der Vorjahrespreisträgerin sowie eines Vertreters des ORF entscheidet mit einfacher Mehrheit über die anonym eingereichten Arbeiten.
Der Preis hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Impulsgeber für das heimische Filmschaffen etabliert. Davon zeugt auch die Realisierung von vier mit dem Carl Mayer Drehbuchpreis ausgezeichneter Drehbüchern, die unter der Regie ihrer Drehbuchautor/innen den Weg in die Kinos fanden und an der heurigen DIAGONALE wieder zu sehen sein werden: „Die totale Therapie“, „Suzie Washington“, „Nordrand“ und „Vollgas“
Austrofaschismus im Film
Unter dem Titel „Tauschen, umbauen, maskieren. Eine (österreichische) Filmgeschichte schreiben IV“ präsentiert das kino co-op in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria drei Programme zum österreichischen Kino im Austrofaschismus.
Politische Verhältnisse spiegeln sich auch immer in den künstlerischen Hervorbringungen einer Zeit. Filmbilder geben zwar nicht die Realität der historischen Wirklichkeit wider, aber sie erzählen auf verschiedenen Ebenen von der Welt außerhalb des Kinosaals.
So dringt die politische Wirklichkeit auch in das Erzählkino ein. Dies wird besonders anschaulich in der Kombination von Spielfilm und dokumentarischen Genres wie Wochenschau, Propaganda- und Wahlwerbefilmen. Ein medienübergreifendes Konzept wird sichtbar, das vorrangig der Verbreitung der neuen Regierungsform und ihrer ideologischen Ziele dient.
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